Fernlehrgang klingt irgendwie komisch

Fernlehrgang klingt irgendwie komisch – der Begriff taucht aber schon 1977 im Gesetz auf. Im Fernunterrichtsschutzgesetz wird als Fernunterricht die Vermittlung von Inhalte auf dem indirekten Weg definiert.
Ganz genau steht dort im § 1 des Fernunterrichtsschutzgesetzes

(1) Fernunterricht im Sinne dieses Gesetzes ist die auf vertraglicher Grundlage erfolgende, entgeltliche Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der
1.
der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind und
2.
der Lehrende oder sein Beauftragter den Lernerfolg überwachen.

(2) Dieses Gesetz findet auch auf unentgeltlichen Fernunterricht Anwendung, soweit dies ausdrücklich vorgesehen ist.

Ein Fernlehrgang wird als eine entgeltliche oder unentgeltliche Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen definiert, die auf überwiegend räumlichen getrennten Kommunikationswegen erfolgt.

Tolle Wurst – und was genau ist jetzt ein Fernlehrgang?

Das Fernstudium ist ein durchaus feststehender Begriff. Hierbei geht es darum, dass Inhalte aus der Universität ortsunabhängig vermittelt werden. Das gibt vielen Menschen die Chance sich mit einem Studium weiter zu bilden und gleichzeitig einer Beschäftigung nachgehen zu können. Die Teilnahme an einem Fernstudium erfordert eine Menge Disziplin was die Zeiteinteilung angeht. Mit ein wenig Organisation kann jeder der möchte (und darf) das Studium absolvieren.

Ein Fernlehrgang hingegen beruht auf der gleichen Kommunikationsmethode, nämlich dem ortsunabhängigen Vermitteln von Inhalten. Allerdings sind Fernlehrgänge nicht auf Studium-Inhalte „beschränkt“. So kann mit einem Fernlehrgang quasi alles an Wissen vermittelt werden. Das können Updates zu rechtlichen Texten sein odwer Ausbildungsinhalte von Auszubildenden für Steuerberater.

Das Angebot ist bei einem Fernlehrgang also wesentlich breiter. Zudem bedarf es nicht zwingend einer Zugangsvoraussetzung. Bei vielen Fernuniversitäten muss der Nachweis über eine Fachhochschulreife erbracht werden. Das ist notwendig um das Studium „rechtmäßig“ abschließen zu können. kannst du dir einen Fernlehrgang zu jedem Thema heraus suchen. Du solltest Interesse daran haben.

Der Fernlehrgang als Alternative zu Seminaren und einem Studium

Fernlehrgänge sind toll! Sie bieten JEDEM von uns die Möglichkeit sich weiter zu bilden. Das Angebot von Fernlehrgängen ist sehr groß und streckenweise sogar unübersichtlich. Du solltest dich also nicht direkt von der ersten Werbeanzeige locken lassen,. Fühl den Anbietern auf den Zahn und vergleiche. Stellt sich dabei eine Zuverlässigkeit und gewisser Ruf heraus, spricht nichts dagegen den Fernlehrgang zu buchen.

Es gibt sogar eine Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht, bei der du sehr gut nach den eingetragenen Kursen suchen kann.
Hier geht’s zum Suchformular der ZFU

Ein Fernlehrgang ist eine wirklich tolle Erfindung. Das sage ich nicht, weil ich jemandem nach dem Mund plappere. Ich finde die Möglichkeit großartig, dass sich auch Nicht-Abiturienten auf dem Weg weiterbilden können. Viele Fernuniversitäten verlangen nach wie das Abitur als Nachweis um das Studium aufnehmen zu können.

Mit dem Fernlehrgang werden die Wissensquellen einerseits denen zugänglich gemacht, die vorher darauf aufgrund der Zugangsbeschränkungen nicht zugreifen konnten und andererseits wird das inhaltliche Angebot um viele interessante Themen erweitert. Nicht zu jedem Thema gibt es ein Studium oder ein Studienangebot. Mit Sicherheit gibt es aber zu jedem Thema, das halbwegs das Interesse weckt, entsprechende Fernlehrgänge.

Das gibt dem Buchhalter ohne Abitur die Möglichkeit sich Studieninhalte zu den internationalen Bilanzierungsregeln nach IFRS oder US-GAAP offiziell anzueignen. Ebenso kann sich aber auch der BWL-Student und Absolvent Inhalte zu Programmiersprachen wie html aneignen, ohne dafür ein eigenes Studium belegen zu müssen.

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