Fernstudium berufsbegleitend: Ist das nicht viel zu viel Arbeit?

Ist ein Fernstudium wirklich das richtige für mich? Kann ich das schaffen? Was bringt es mir? Diese und weitere Fragen schwirren dem ein oder anderen von uns durch den Kopf. Studien zeigen, dass viele von uns nach der Schule oder dem Studium im Leben das Lernen an sich aufgeben. Wir setzen unser Gehirn nur noch einer geringen Zahl von Reizen aus, so dass es mit der Zeit verödet. Das bedeutet nicht, dass wir blöd sind oder werden. In jedem Fall aber heißt es, dass wir unsere Möglichkeiten zu denken einschränken.

Ist ein Fernstudium berufsbegleitend denn dann richtig? Nun – genau beantworten kannst du das nur für dich selbst. Du musst wissen, was dein Zielbild im Leben ist und wo du hin willst. Viele von uns streben allerdings nach Karriere, mehr Verantwortung und einer höheren Position. Die im Studium vermittelten Inhalte garantieren das mit Sicherheit nicht, aber das Wissen darum sowie der Eintrag im Lebenslauf sind eine gute Voraussetzung dafür.

Berufsbegleitendes Studium: neben dem Beruf noch mehr machen?

Im Verlauf unseres Lebens haben wir in den ersten Jahren eine sehr steile Lernkurve. Erst lernen wir als Säugling und Kind die Welt neu kennen. Abertausende von Eindrücken und Informationen muss unser Gehirn verarbeiten und sortieren. In der Schule dann bekommen wir eine Art „Grundausbildung“ im Bereich Allgemeinwissen vermittelt. Wir lernen wie die Menschheit entstanden ist, sich entwickelt hat und das chemische Periodensystem. Danach folgt unsere Ausbildung oder wir machen mit einem Studium weiter. Im Leben genießen wir an der Stelle noch „Welpenschutz“, dürfen zu Hause wohnen bleiben oder bekommen Bafög.

Spätestens mit dem Abschluss des Studiums suchen wir dann auf dem freien Arbeitsmarkt nach einer Beschäftigung. Hier lernen wir anfangs auch noch die Prozesse einer Unternehmung kennen. Aber bereits hier verebbt langsam aber sicher der Hochpunkt der Lernkurve. Es geht mit dem Input stetig bergab und nach einigen Jahren machen wir in unserem Job hauptsächlich das was wir gut können. Wir werden Spezialist und bekommen noch die ein oder andere Schulung, aber das war es dann auch.

Wer später aus welchen Gründen auch immer aus dem Job aussteigen und sich weiter entwickeln will, muss seinem Arbeitgeber einen entsprechenden Mehrwert liefern. Betriebszugehörigkeit, sozialer Status und Augenfarbe sind keine Argumente für ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen dich in eine höhere, besser bezahlte und verantwortungsvollere Position zu heben. Ein Fernstudium berufsbegleitend bietet dir neben dem Beruf die Chance, den Abfall der Lernkurve zu begrenzen. Natürlich ist das Aufwand, aber es ist nur für dich. Du wahrst damit deine Chancen weiter zu kommen und empfiehlst dich entsprechend über das Engagement.

Fernstudium berufsbegleitend: wie hoch ist der Aufwand?

Der Aufwand eines Studiums ist immer vergleichsweise hoch. Das liegt vor allem daran, dass sehr spezielle und vertiefende Kenntnisse vermittelt werden. Es geht nicht mehr um das kleine Einmaleins, sondern um hochkomplexe Zusammenhänge aus den verschiedensten Themengebieten.

Wie hoch der Aufwand für dich ist, bestimmst du selbst. Während du bei einem Präsenzstudium auf den Abschluss angewiesen bist und es in einer bestimmten Zeit durchlaufen haben solltest, bietet das Fernstudium berufsgleitend die Möglichkeit sich die Lernetappen frei einzuteilen. Du musst nicht in 8 Semestern das BWL-Studium durch haben. Du kannst dir dafür auch 20 Semester Zeit oder es bei Bedarf auch in 4 Semestern machen.
Zudem solltest du das berufsbegleitende Studium nicht als „Muss“ begreifen, sondern viel mehr als deine Art der persönlichen Weiterentwicklung. Du arbeitest damit an deinen Fähigkeiten, Skills und deinem Wissen. Dein Wissenshorizont erweitert sich um die Inhalte, die du dir während deines Fernstudium anschaust.

Das Fernstudium hat neben der zeitlich frei einteilbaren Komponente auch den großen Vorteil, dass man sich selbst damit testen kann. Du kannst für dich mehr oder weniger risikolos heraus finden, ob diese Art des Lernens etwas für dich ist. Natürlich sind dafür einige Aufwendungen notwendig, sowohl zeitlicher Natur für die Anmeldung als auch monetärer Natur für die Studiengebühren. Vergleichst du das aber damit, dass du deinen Job kündigst, umziehst in eine Stadt mit einer Universität und so weiter, sind die Kosten ein Klacks. Und du hast dennoch den Status Student und kannst an jeder legendären Studentenparty teilnehmen.

Lohnt es sich jetzt oder nicht?

Die Frage musst du selbst beantworten!

Ich für meinen Teil habe heraus gefunden, dass ein Fernstudium überaus förderlich für mich ist. Eingeschrieben bin ich für mehrere Kurse und picke mir aus den Inhalten diejenigen heraus, die mich wirklich interessieren. Ich habe nicht vor einen Abschluss in „Wirtschaftspsychologie“ zu erlangen. Ich beschäftige mich aber sehr gerne mit dem Thema und finde es superspannend. Aus dem Bachelor-Studiengang habe ich deshalb die Module heraus gesucht, über die ich mehr wissen will. Folglich habe ich mich dafür eingeschrieben und nehme am Studium teil.

Ich halte mein Gehirn so ständig auf Trab und füttere es regelmäßig mit Wissen. Keineswegs kann ich behaupten, dass es für mich besser oder schlechter ist. Ich kenne den anderen Zustand nicht und kann es folglich nicht bewerten. Ich merke aber immer wieder, dass mich das Studium herausfordert und an vielen Stellen förderlich ist. Das Lernen von komplexen Zusammenhängen erfordert bestimmte Gedankengänge in meinem Gehirn, die ich neben dem Studium auch ganz normal in meinem Leben und meinem Job einbringen kann. Das empfinde ich als sehr positiv für mich selbst. Folglich kann ich die Frage, ob es sich lohnt oder nicht, für mich mit einem klaren „Lohnt sich“ beantworten.

Erweitere dein Wissen und deine „Kugelsammlung der Kompetenzen Skills“ mit einem Fernstudium berufsbegleitend, um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben. Das Leben ist ein Weg und kein Platz!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.